Scriptum von Raymond Khoury

Hallo Zusammen,

ich habe gerade das Buch Scriptum zu Ende gelesen. Das hat dieses Mal ein bisschen länger gedauert, da der Autor,  Raymond Khoury sich alle Mühe gegeben hat, die Story in die Länge zu ziehen.

Die Geschichte ist eigentlich sehr simpel, aber genau aus meinem Genre und daher habe ich mich auf das Buch gefreut gehabt. In New York wird eine Ausstellung eröffnet: Schätze des Vatikan. Aber vier Reiter in Templertracht ertränken den Abend in einem Blutbad. Archäologin Tess Chaykin und FBI-Agent Reilly folgen dem Drahtzieher des Anschlags bis in die Türkei, bis sie merken, dass sie selbst verfolgt werden.

Klang super spannend, leider gab es gerade zu Beginn ständige Rückblenden, in denen es um die Entstehung und Vertreibung der Templer ging. Diese waren einfach nicht vernünftig in die Geschichte eingebunden, so dass sich keine Dynamik beim Lesen entwickeln konnte. Die Kapitel schienen auch völlig willkürlich zu enden und dadurch wurde man im Lesefluss ständig unterbrochen. Selbst die spannensten Momente der eigentlich wirklich sehr spannenden Geschichte wurden viel zu sachlich und knapp beschrieben. Als es dann dem Höhepunkt entgegen ging, hatte man dennoch das Gefühl, eher ein Sachbuch zu lesen. 

Der Autor konnte sich anscheinend nicht wirklich in die von ihm geschaffenen Charaktere hinein versetzen und daher endet das Buch auch sehr unlogisch.  Was wirklich schade ist. Raymond Khoury hätte die Grundidee jemanden verkaufen sollen, der Bücher schreiben kann.

Letztendlich bleibt die Frage: Glaubt ihr, dass Menschen der Wissenschaft und Vertreter von Ehre und Gesetz  es für sich behalten würden, wenn Sie den Beweis gegen Gottes Existenz oder den Beweis dafür fänden, dass Jesus ein normaler verheirateter Mann ohne Auferstehung etc war?

Wären die Menschen bereit die Wahrheit zu erfahen? Was ist wichtiger - ehrlich und sachlich zu sein oder die Menschen an Fabelwesen glauben zu lassen?

Welches Interesse hatte der Vatikan, die Tempelritter zu unterstützen und welche Umstände haben zu Ihrer Zerschlagung geführt?

 Mein Fazit: Ja, es regt zum Nachdenken an und einmalig konnte man es lesen. Die Grundidee ist gut und die Handlung ist häufig überraschend und wenig ist vorhersehbar. Das Ende ist sehr schwach und die Story hat immer wieder mal kleine Fehler oder Auslassungen.

 

15.6.12 16:47

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